Hamburgs Brücken: Brooksbrücke

 

Gut bewacht von der Hammonia verbindet die Brooksbrücke die Altstadt Hamburgs mit der Hafeninsel Kehrwieder und überquert somit den Zollkanal.

 

 

 

Schön, nicht wahr? 

 

Hammonia ist aber nicht die einzige Skulptur. Ebenso am nördlichen Brückenkopf (also Eingang von der Altstadt aus) steht ihr gegenüber die Europa (als Zeichen der Verbundenheit mit den europäischen Nachbarn) und die Brückenköpfe am südlichen Ende werden von Barbarossa (Friedrich I., er gilt als weltlicher Wegbereiter für den freien Handel in Hamburg)  und St. Ansgar (als religiöser Gründer Hamburgs) bewacht. 

 

Ursprünglich war statt der Europa eine Skulptur der Germania auf dem nördlichen Brückenkopf und sie haben bis 1888 die freie Handelsverbindung Hamburgs (Hammonia als Schutzpatronin der Stadt) mit dem deutschen Reich (Germania) symbolisiert.  Im Oktober 1888 verlor Hamburg den Status als Zollausland - lediglich die 1885 erbaute Speicherstadt behielt den Status Freihafen und Zollausland. Eingeweiht wurde die Speicherstadt und die Eröffnung der Freihandelszone am 29. Oktober 1888 vor eben dieser Brooksbrücke, um die enge und unauflösliche Verbindung des Freihafens Hamburgs mit dem deutschen Zollgebiet für alle sichtbar zu machen.

 

Im 2. Weltkrieg wurde bei den Bombardierungen Hamburgs auch die Speicherstadt und somit auch die Brücken schwer zerstört. Unter anderem auch die Brooksbrücke mit ihren Skulpturen.

 

Aber glücklicherweise wird Hamburg nicht umsonst Stadt der Mäzäne und Stiftungen genannt und es gibt viele um das Wohl der Stadt bemühte Einzelpersonen und Firmen, die wesentlich dazu beigetragen haben und noch dazu beitragen, dass Hamburg einfach wunderschön wird, ist und bleibt.

 

Und so haben wir die Umgestaltung der Brooksbrücke mit ihren 4 Skulpturen Albert Darboven zu verdanken, der das Ganze finanziert hat. Erschaffen wurden die Skulpturen durch den in Hamburg geborenen Bildhauer Jörg Plickat.

 

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Silke Günther (Samstag, 28 September 2013 09:46)

    Hallo Sabine,
    das war wieder ein schöner Bericht über Hamburgs Brücken. Man merkt Deine Liebe zu Hamburg; das kann ich gut nachfühlen.
    Viele Grüße
    Silke

  • #2

    kurzundknapp (Samstag, 28 September 2013 09:48)

    Danke, Silke. Mir hat es ja vor allem die Speicherstadt "angetan". Man könnte mich dort aussetzen oder an einer Brücke anketten und ich wäre dennoch aufgrund des Flairs, des Lichts, des Geruches, der Umgebung glücklich.

  • #3

    Karsten Noack (Samstag, 28 September 2013 11:30)

    Immer fleissig unterwegs und produktiv, die Sabine.

    Ich erinnere mich wie ich früher mehrmals versehentlich in die Bereiche hineinfuhr und dann durch die Kontrollen wieder hinaus.
    Grr.
    Das ist jetzt einfacher.

  • #4

    wrteln (Samstag, 28 September 2013 18:11)

    Die Brücke lag übrigens im Jahr 2011 einige Monate quer auf dem Parkplatz vor den Hafenspeichern und wurde dort aufwendig saniert. Das Ein- und Ausheben der großen Stahlbrücke per Kran war ziemlich spektakulär.

  • #5

    kurzundknapp (Samstag, 28 September 2013 18:15)

    Lieber Karsten, ja, das ist wahr. Ohne Kontrollen ist es viel einfacher und dennoch fand ich die Freihafen-Zeiten schön. Allerdings kam ich einmal ganz heftig ins Schwitzen, als mein Kofferraum-Inhalt kontrolliert wurde und ich nicht sofort eine Rechnung für das Radio dabei hatte ... Aber sie haben mir geglaubt, dass es meines war.

  • #6

    kurzundknapp (Samstag, 28 September 2013 18:16)

    Stimmt, wrteln (Kommentar #4) - ich erinnere mich, das habe ich damals auch am Rande mitbekommen.

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