Hamburgs Brücken: Oberhafenbrücke

Die Oberhafenbrücke also. Sie ist bekannt "aus Funk und Fernsehen", weil der untere Teil der Brücke, die Straßenbrücke, gern als Kulisse für Filmaufnahmen genommen wird. Oder, wie am 17. August 2013, als Ort für das White Dinner

 

Ursprünglich war die Oberhafenbrücke, die 1902 bis 1904 gebaut wurde, als Drehbrücke gebaut, damit der Frachtverkehr mit Segelschiffen abgewickelt werden konnte. Diese Drehbrücke hatte auf dem oberen Teil vier Gleise für die Bahn und auf der unteren Ebene zwei Fahrspuren für den Straßenverkehr. 

 

Anfang 2008 wurde die Oberhafenbrücke durch einen vorgefertigten Neubau ersetzt, der weiterhin die Doppelstöckigkeit behielt und auch der Denkmalschutz wurde respektiert. 

 

 

 

Hier kann man gut die beiden Ebenen erkennen. Oben die Bahn, unten die Autos. Soweit mir bekannt ist, ist die Oberhafenbrücke die einzige noch in Betrieb befindliche Brücke, die zweigeschossig ist. Alle Züge, die zwischen Hamburg und dem Süden verkehren, passieren diese Brücke.

 

Wer sich im Detail für die Oberhafenbrücke und ihre Geschichte interessiert, sollte unbedingt die Seite geschichtsspuren.de anklicken. Hoch spannend, was da über die Brücke geschrieben wird. 

Aber es gibt noch eine Besonderheit an der Oberhafenbrücke: Hamburgs schrägstes Gebäude, die Oberhafenkantine, die ich durch Zufall im Mai entdeckt habe. Zufall deswegen, weil ich sie damals an einer völlig anderen Stelle vermutet hatte. Naja, niemand ist perfekt. "Schrägstes" Gebäude wird die Oberhafenkantine genannt, weil sie schwer Schlagseite hat. Sie steht auf der Kaimauer in der Stockmeyerstraße. 

 

Eine ganz tolle Aktion hat an der Oberhafenbrücke im Mai stattgefunden: Mobile Banking. Hierbei wurden Bänke zwischen die Brückenstreben gezogen und ein Ort der Kommunikation, des Innehalten geschaffens. Leider habe ich selbst die Aktion verpasst, so dass ich mir sie nicht live vor Ort anschauen konnte. Einen wunderbaren Eindruck gewinnt man aber durch ein Video auf You Tube, das die Künstlerin und Initiatorin der Aktion, Barbara Nestler, hochgeladen hat und das diese Installation gut erklärt. Schaut es Euch an - auch wenn dieses vor der Fertigstellung entstanden ist. Meinen herzlichen Dank an Barbara Nestler für die ausdrückliche Genehmigung, das Video hier einbinden zu dürfen. 

 

Wirklich schade, dass ich diese Aktion verpasst habe. Nach Ablauf der Aktion habe ich nur noch zwei künstlerisch gestaltete Bänke vorgefunden, die bei der Oberhafenkantine stehen.  

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